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Fussball-Landespokalfinale 2014 - HFC : 1. FCM

Fussball-Landespokalfinale 2014 - HFC : 1. FCM Antje Wieprecht

Kampf David gegen Goliath oder wie ein Viertligist einen Drittligisten vorführte

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Am 14.5.14 wollte man im eigenen Stadion Geschichte schreiben.

Das Endspiel im Kampf um den Fußball-Landespokal Sachsen-Anhalt spielte man nicht gegen irgendeinen Verein, sondern gegen den Erzfeind 1.FC Magdeburg.

Aber leider kam alles anders. Fangen wir mal der Reihe nach an.

Ich war eine Stunde vor dem Spiel da und hab mich mit Freunden vor dem halleschen Erdgas -Sportpark getroffen. Es waren solche Massen an Fans. Die Farben waren rot und weiß, mehr sah man nicht.

Jeder wollte das Spiel sehen, ich wurde von mehreren vorm Stadion angesprochen, ob man nicht noch eine Karte übrig hatte.

 

Als unsere Mannschaft den Rasen betraten, fingen die Fans an Stimmung zumachen. Es war eine tolle Atmosphäre.

Es waren 11987 Menschen in dem Stadion.

 

18:30 Uhr liefen beide Mannschaften ins Stadion ein. Wie die Fans Stimmung machten, dass war toll anzusehen. Sie hatten sich eine tolle Choreografie fürs Finale ausgedacht.

Der HFC fing druckvoll an. Spielte sehr schön miteinander und nutze den Raum den man ihm überlassen hatte.

In der 11. Minute ließ Timo Furoholm einen Pass, der stark durch die Gasse gespielt wurde, durch und Andy Gogia tauchte ganz alleine vor Mathias Tischer dem Magdeburger Torwart auf. Er versuchte ihn zu umkurven, aber Tischer hatte noch einen Arm zwischen Ball und Tor.

Die Fans sangen für ihren Club. Wir merkten, dass die Spieler auf dem Rasen unsere Unterstützung brauchten.

Timo Furoholm scheiterte wenig später mit dem Kopf am Torwart.

Der HFC  hatte ab diesem Zeitpunkt  Chancen im Minutentakt. Wenig später scheiterte Björn Ziegenbein aus 10 Metern mit seinem Schuss.

Spätestens hier, hätte man den Sack zumachen müssen. Man hatte sich so viele schöne Spielzüge herausgespielt und nutzte leider keinen davon.

Ich möchte nicht wissen, was den Spielern bei jeder nicht genutzten Chance durch die Köpfe ging.

Jeder der selber Fußball spielt, kann es sich vorstellen. Druck macht sich breit und der eigene Stresspegel steigt, man wird unkonzentriert und macht Fehler.

 

Die zweite Halbzeit war wie ausgewechselt. Magdeburg köpfte einen Kopfball an den Pfosten und schöpften neuen Mut aus dieser ersten echten Chance.

Pierre Kleinheider der hallesche Torhüter, der auch in der kommenden Saison für den HFC spielt, konnte den Magdeburger Christian Beck nur mit einem Foul vom Ball trennen.

Es gab einen verdienten Elfmeter für den FCM.

Ich schaute zur Uhr 78. Minute. Vor und hinter mir sagten sie der ist drin, ich hatte gesagt: ach quatsch, unten links, den hat er. Sie schauten mich nur an und waren sprachlos.

Und genauso war es auch, Pierre war unten links in der Ecke und hatte ihn. Wir feierten alle zusammen, es war toll gewesen.

Aber umso mehr die Spielzeit sich dem Ende zuneigte, umso hektischer wurde das Spiel.

Beide Kontrahenten schossen jeweils ein Tor, welche der Schiri aber nicht gab, sondern jeweils auf Abseits plädierte.

 

Dann kam die Verlängerung und was sich da abspielte war nicht schön. Die Mannschaften kämpften auf beiden Seiten, aber nur der 1. FC Magdeburg nutzte seine Chancen zum Tore schießen. Es war die 97. Minute. Halle warf viel nach vorn und machte damit hinten zu viel auf. Da bewahrheitete sich mal wieder eine alte Fußball-Weisheit „Wer vorne die Chancen nicht nutzt, bekommt sie hinten rein.“

In der 115. nutzte Magdeburgs Fuchs eine weitere Chance  mit einem perfekten Heber und versenkte den Ball im Tor von Pierre Kleinheider.

Daraufhin wurde das Spiel für mindestens zehn Minuten unterbrochen, weil ein gutes Dutzend Leuchtraketen aus dem HFC-Block aufs Feld flogen.

Was da passsierte, war nicht schön und hat mit sportlicher Fairness nichts zu tun. Sowas gehört nicht aufs Spielfeld. Man gewinnt zusammen und verliert zusammen. In der Schlussminute konnte der FCM noch auf 3:0 erhöhen und damit den Landespokal in den Nachthimmel von Halle strecken, unter dem Jubel der mitgereisten Fans.

 

Mein Glückwunsch geht an den verdienten Sieger namens 1. FCM, der HFC hat sich am gestrigen Tag selber im Weg gestanden.

 

Spielstatistik

Hallescher FC - 1. FC Magdeburg 0:3 (0:0)

Mittwoch 14.05.2014, 18:30 Uhr


1. FC Magdeburg:

Tischer - Hammann, Handke, Nennhuber, Lange - Reinhard, Puttkammer (63. Fuchs), Sowislo, Schröter (46. Steinborn) - Beck (110. Beil), Siefkes

Hallescher FC:

Kleinheider - Brügmann, Mouaya, Zeiger, Ziebig - Ziegenbein, Gogia (100. Merkel), Kruse - Bertram, Furuholm, Lindenhahn (63. Sembolo)

Torverlauf:

0:1 Sowislo (97.), 0:2 Fuchs (115.), 0:3 Lange (121.)

Besonderheiten:

Kleinheider (HFC) hält Strafstoß von Hammann (73.)

Stadion:

Erdgas Sportpark Halle

Zuschauer:

11.987

 

Text/Foto: Antje Wieprecht

Letzte Änderung am Freitag, 16 Mai 2014 19:59

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